Naturheilkunde und ihre Therapien

Die Naturheilkunde spielt eine wichtige Rolle in der gesundheitlichen Versorgung der Menschen.

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Eine naturgemäße Lebensführung wird dabei ebenso berücksichtigt, wie eine ganzheitliche Behandlung, die davon ausgeht, dass der Mensch als Teil der Natur aus der Natur selbst die wirksamen Heilkräfte beziehen kann, um seine körpereigene Stabilität beziehungsweise Balance wieder herzustellen.

Dabei werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Natur und Umwelt ebenso berücksichtigt, wie das stimmige Zusammenspiel einzelner Körperorgane und das ineinander greifen körperlicher, seelischer und geistiger Prozesse.

Naturheilverfahren gründen insgesamt auf die Prinzipien der Schonung, Kräftigung und Normalisierung.

Mit den alten klassischen Naturheilverfahren, heute auch Aschner-Verfahren genannt, können Sie Ihren Körper in seinem Reinigungsbestreben erheblich unterstützen.

Ein jahrtausend altes Therapieverfahren ist die Schröpftherapie, hier wird mittels ansaugen von bestimmten Hautpartien, mittels eines Glases, ein Unterdruck erzeugt, der speziell bei Wirbelsäulensyndromen, muskulären Verspannungen, Arthrosen, Durchblutungsstörungen, Migräne und Kopfschmerz, schnelle Erleichterung bringt.

Ein weiteres Naturheilverfahren ist das Baunscheidtieren, hierbei wird die Haut an bestimmten Organen mit einem kleinen Stichelapparat leicht oberflächlich gereizt und anschließend mit speziellen Kräuterölen eingerieben. Dadurch entsteht eine Durchblutungsvermehrung mit nachfolgender Schmerzstillung.

Besonders geeignet ist dieses Verfahren bei Erkrankungen von inneren Organen, Kopfschmerz und Migräne sowie Erkrankungen des Knochen-, Bänder-, Stütz- und Muskelapparates.

Auch die Blutegeltherapie findet immer mehr Anklang, Sie eignet sich insbesondere bei allgemeinen Entzündungen, bei Furunkeln, Abszessen, Arthritis, Venenerkrankungen, hohem Blutdruck und Herzerkrankungen.

Bei der Blutegeltherapie, werden nach dem Anbeißen, verschiedene Speichelfermente abgesondert die betäubend, anästhesierend, blutgerinnungshemmend und antibiotisch wirken, je stärker die Nachblutung ist, desto stärker ist auch die heilende Wirkung.

Ein bekanntes Naturheilverfahren ist der Aderlass, er ist allgemein umstimmend, stark entgiftend und entlastend. Er wirkt blutreinigend wie eine Frühjahrskur.

Der Aderlass wird eingesetzt bei Blutüberfülle, Stauungen, Entzündungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hypertonie, Apoplexie, Hauterkrankungen und klimakterischen Beschwerden.

Chronische Erkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen, werden in der Naturheilkunde mit der Nasenreflextherapie behandelt.

Bei der Nasenreflextherapie wird ein mit Kräuteröl getränktes Wattestäbchen sanft in bestimmte Areale der Nase eingebracht und hat dort eine günstige Wirkung auf den Sekretstau.

Es gibt noch eine Menge unzähliger naturheilkundlicher Verfahren, wer sich für eine naturheilkundliche Therapie entscheidet, sollte eins beachten, egal um welche Therapieform es sich handelt, es sollte immer erst mit kleinsten Reizen begonnen werden, um den Körper nicht von Anfang an zu stark zu belasten oder sogar zu überlasten.

Bild: © Paul-Georg Meister / PIXELIO

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