Lernen – ein ganzes Leben lang?

Wer mitten im Berufleben steht, vielleicht schon auf die 50 zugeht, wird sich fragen: soll ich wirklich noch an Fortbildungen teilnehmen? Lohnt sich das?

Auch wenn es beruflich keine Garantie für ein Fortkommen mehr gibt, so ist doch das regelmäßige Lernen ein Training für das Gehirn. Mit diesem ist es nämlich so wie mit einem Muskel: läßt man es eine lange Zeit unbenutzt, bauen sich die Kapazitäten ab. Es werden keine neuen Verbindungen zwischen den einzelnen Nervenzellen mehr aufgebaut und man wird langsam auch innerlich alt.

Dabei gibt es doch so viele Möglichkeiten, sein Gehirn zu trainieren. Ob man nun einen Kurs an der örtlichen Volkshochschule besucht (die leider oftmals von eher niedrigerem Niveau sind), oder sich mit einem Fernstudium weiterbildet: man lernt neue Dinge kennen, aber auch neue Menschen. Menschen, die die gleichen Interessen haben wie mal selbst. Nicht selten entstehen dadurch besondere Freundschaften.

Wissen neu zu erlernen heißt also auch: neue menschliche Beziehungen zu knüpfen. Wie oft erhält man einen Impuls für sein Leben durch sich selbst? Selten. Viel öfter sind andere Menschen im Spiel, die einem einen Hinweis auf Verbesserungen im Leben geben.

Diese Chance sollte man nicht verschenken. Fernseher, Computer und Spielekonsolen sind auch noch da, wenn man wirklich nicht mehr klar im Kopf ist. Diese elektronischen Unterhaltungsgeräte fördern nicht die Fähigkeiten des Gehirns, sie leeren zudem noch unseren Geldbeutel und rauben uns viel Lebenszeit. Lebenszeit, die in andere Dinge viel besser zu investieren sind.

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