Gentechnik – schon allgegenwärtig oder in den Startlöchern

Der Einsatz von Gentechnik kann das Erbgut von Tieren, Pflanzen oder Bakterien verändern und damit Lebensmittel entscheidend beeinflussen. Schon heute werden Enzyme, Zusatzstoffe oder Vitamine gentechnisch hergestellt und landen in unserer Nahrung. Mit Gensoja kam 1996 die erste genetisch veränderte Nahrungspflanze auf den Markt mit dem Ziel, die Resistenz gegen bestimmte Unkrautvernichtungsmittel zu erreichen.

Weitere Ziele der Gentechnik sind beispielsweise, Pflanzen mit veränderter Fettsäurenzusammensetzung anzubauen, den Carotingehalt in Gemüsesorten zu erhöhen oder Lebensmittel ohne allergieauslösende Stoffe herzustellen.

Zudem soll der Einsatz der Gentechnik eine billigere und schnellere Produktion bestimmter Stoffe und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge ermöglichen. Fest steht, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel für eine gesunde Ernährung nicht nötig sind. Auch ohne den Einsatz von Gentechnik besteht ein ausreichendes Angebot an frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für eine gesunde Ernährung. Möglicherweise kann Gentechnik sogar dazu führen, dass Verbraucher über die tatsächliche Qualität von Lebensmitteln getäuscht werden, befürchten Ernährungsberater und Personal Trainer. Ein Beispiel: Die gentechnisch veränderte „Anti-Matsch“-Tomate könnte den Eindruck erwecken, noch frisch zu sein, obwohl durch eine Lagerung schon die meisten Vitamine abgebaut sind.

Über die langfristigen Folgen der gentechnischen Veränderung von Pflanzen liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien vor. Denn selbst wenn die Gene gezielt übertragen werden, bleiben derzeit noch viele Fragen über Wechselwirkungen von Genen untereinander und Gen-Umwelt-Beziehungen offen. Diese Problematik spiegelt sich auch in der Sicht des Verbrauchers wieder. So spricht sich nach wie vor eine große Mehrheit der Verbraucher gegen Gentechnik aus, betonen Personal Trainer und Ernährungsberater als Feedback Ihrer praktischen Erfahrungen mit den Klienten.

Seit 2004 müssen Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Rohstoffen oder Mikroorganismen gekennzeichnet werden, auch wenn diese analytisch nicht mehr nachweisbar sind. Das betrifft alle Lebensmittel, aber auch Zutaten, Zusatzstoffe und Vitamine, die für Lebens- oder Futtermittel eingesetzt werden und gentechnisch veränderte Mikroorganismen enthalten oder daraus stammen. Beispiel: Zuckeraustauschstoff Sorbit aus Genmais.

Allerdings bleiben alle Tiererzeugnisse (Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Eier) ohne Kennzeichnung, selbst wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden. Auch durch Transport oder Verarbeitung entstehende unbeabsichtigte Verunreinigungen bleiben ohne Kennzeichnung.

Lebensmittel mit Zutatenlisten tragen z.B. den Hinweis: „gentechnisch verändert“ oder „aus gentechnisch veränderten…hergestellt“. Auch für Lebensmittel ohne Zutatenliste gilt: Das Etikett muss Informationen über genetisch veränderte Zutaten enthalten. Für unverpackte Lebensmittelgilt: am Lebensmittel selbst (z.B. am Schild oder am Aushang) muss ein Hinweis enthalten sein.

Zusatzstoffe sind Stoffe, die die Eigenschaften von Lebensmitteln beeinflussen. Sie können ihren Geschmack (Geschmacksverstärker) oder das Aussehen beeinflussen (Farbstoffe), die Haltbarkeit verbessern (Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe) oder einfach die technologische Verarbeitung erleichtern (Emulgatoren). EU-weit sind rund 320 Zusatzstoffe zugelassen. Sie werden mit E-Nummern („E“ steht dabei für Europa) bezeichnet. Zusatzstoffe werden im Zutatenverzeichnis mit ihrem Klassennamen aufgeführt. Dieser Name beschreibt die Funktion des Stoffes im Lebensmittel. Zusätzlich zum Klassennamen ist entweder der Zusatzstoffname oder die EU-einheitliche E-Nummer genannt.

Zwar werden vor der Zulassung eines Stoffes grundsätzlich umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Doch sollte ein Produkt so wenig wie möglich Zusatzstoffe enthalten und kaum industriell verarbeitet sein. Somit lautet der die einhellige Meinung der Fachwelt, unter Ihnen Ernährungsberater, Ernährungswissenschaftler, Personal Trainer, zurück zur Natürlichkeit und zur Natur.

ADCELL

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