Exklusive Hochzeitsfotos entstehen nicht durch guten Willen
Als Julia und David heirateten war alles super. Die Stimmung, das Essen, das Wetter und das Gefühl. Sie hatten sogar zwei Leute aus ihrem Bekanntenkreis engagiert, die Hochzeitsfotos zu machen.
Die beiden knipsten wie Weltmeister und Julia lachte den ganzen Tag. Mal mit, mal ohne Tränen in den Augen. David erlebte den Tag wie im Rausch und Freunde sagten später, er habe ausgesehen wie einer, der einen Platz im Himmel ergattert hat. Die Fotografen hatten es also nicht schwer, gute Momente zu erwischen.
Und doch zerplatzte der Traum von den exklusiven Hochzeitsfotos. Dem einen ging schon am Abend während des Festes die Kamera kaputt und der andere war auf Nummer Sicher gegangen, hatte die Autoeinstellung gewählt und so die meisten Bilder ruiniert. Er hatte eben schon lange nicht mehr mit Autoeinstellung fotografiert. Im Nachhinein wusste er, dass er sich mehr hätte zutrauen müssen. Eine harte Strafe für so eine Erkenntnis. Denn nicht nur Julia und David waren am Boden zerstört. Die beiden brauchten lange, um zu verkraften, dass sie die Erinnerung an diesen wunderschönen Tag in den Sand gesetzt hatten.
Einem professionellen Hochzeitsfotographen wäre das nicht passiert. Da er auf das Fotografieren bei Hochzeiten spezialisiert ist, kennt er die Tücken. Er ist vertraut mit der emotionalen Intensität an einem solchen Tag, der Aufregung, den Problemen bei schlechtem Licht oder Wetter und er ist vertraut mit seinem Gerät und mit dem, was er kann. Außerdem steht er dem Brautpaar nicht zu nahe, was vieles erleichtert. Abgesehen von Hochzeitsreportagen, die auch angeboten werden, kann der professionelle Fotograph die Momente einfangen, auf die es ankommt: eine lachende, überglückliche Julia und einen David im Himmel. Was geklappt hätte, wenn.