Bio-Kosmetik macht schöner
Schöne Haut, gepflegtes Haar und gesunde Nägel – damit wirbt Kosmetik und trifft genau den Wunsch vieler eitler Menschen.
Insbesondere die Haut genießt eine hohe Aufmerksamkeit des Menschen, denn erst die Haut strahlt Attraktivität und Gesundheit eines Menschen aus. Kosmetik soll an der Haut ansetzen und die Schönheit betonen, aber auch die Haut pflegen und die Attraktivität für eine lange Zeit bewahren. Die Gefahr dabei: Kosmetik kann für kurze Zeit hübsch machen, auf Dauer der Haut aber schaden. Hier setzt die Bio-Kosmetik an und verspricht, mit natürlichen Inhaltsstoffen der Haut nicht zu schaden. Bio-Kosmetik scheint ihr Versprechen einzulösen, denn das Bio-Produkt erfreut sich seit einigen Jahren verstärkter Nachfrage. Dabei ist jedoch zu beachten: Wo Bio drauf steht, muss nicht Bio drin sein!
Bio-Kosmetik hat primär zwei Funktionen: Es besitzt einerseits natürliche Inhaltsstoffe und versucht weitgehend auf chemische Zusätze zu verzichten. Andererseits ist Bio-Kosmetik umweltfreundlich. Im Zuge des Bio-Erfolgswelle der Bio-Produkte reiht auch die Bio-Kosmetik und Öko-Kosmetik sich auf die Erfolgsseite und argumentiert mit mehr Gesundheit: Natürliche Kosmetik soll allergische Reaktionen vermindern und die Haut nicht angreifen. Zudem versucht das Bio-Produkt den Verbraucher zu überzeugen, indem es durch den biologischen Anbau höhere Qualität des Produktes verspricht.
Biologische Kosmetikprodukte verzichten in der Regel auf Silikone, Paraffine und Glyzerine - Verursacher, die Poren der Haut verstopfen und unangenehme Hautprobleme wie Rötung, Trockenheit oder Akne verursachen. Durch den Verzicht auf Düfte und Konservierungsstoffe tut Bio-Kosmetik einen weiteren Gefallen für empfindliche Haut.
Doch Bio-Kosmetik muss nicht immer gesund sein – oft kann auf chemische Zusatzstoffe nicht verzichtet werden, so dass Beschwerden mit angeblicher Bio-Kosmetik nicht behoben werden können. Bei der Auswahl von Bio-Kosmetik sollte ein Blick auf das Siegel auf der Verpackung geworfen werden. Vertrauensvolle Siegel wie “Kontrollierte Natur-Kosmetik” vom Bundesverband deutschen Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder “NaTrue” vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) haben sich einen guten Ruf erarbeitet und sind auf naturnahen Kosmetika zu finden. Jedoch gibt es keine gesetzlichen Vorschriften zur Bio-Kosmetik, deshalb sollten unbekannte Siegel kritisch betrachtet werden.